Kreis Donau/Isar: Kreisklasse 2 2017/18 (Stand 12.11.2017)

Spielbericht

16. Spieltag - Sonntag, 12.11.2017 - 14:30

Türk SV Pfaffenhofen - FC Geisenfeld (A) 3:5 (1:1)

FC Geisenfeld: Alexander Adamiok, Rinor Zaiqi (46. Julian Kund), Bahattin Köksal, David Feistenberger, Simon Kirmaier, Michael Neumair, Markus Renoth (68. Benny Buetusa), Eyup Aslan, Oguzhan Gürpinar (81. Christian Feil), Bilal Rihani, Josef Amort; Trainer: Frank Falkenburger

Kader: Michael Werther, Alexander Fink

Tore: 1:0 Harun Caglar (20.); 1:1 Nicola Velchev (Eigentor, 39. / Eyup Aslan); 1:2 Josef Amort (61. / Julian Kund); 1:3 Eyup Aslan (64. / Bilal Rihani); 1:4 Oguzhan Gürpinar (81. / Bilal Rihani); 2:4 Harun Caglar; 3:4 Harun Caglar (90+1.); 3:5 Bilal Rihani (90+3. / Christian Feil)

Schiedsrichter: Michael Seidl

Besondere Vorkommnisse: Rückwechslung: Markus Renoth für Josef Amort (85.)

Bei Geisenfeld fehlten Lukas Kellermann und kurzfristig Michael Werther, Eyup Aslan kehrte zurück. In den ersten 30 Minuten fand die Elf von Frank Falkenburger allerdings nicht statt. Man schaffte es, sich irgendwie der Angriffe zu erwehren, war allerdings meistens einen Schritt zu langsam und offensiv gingen die meisten Anspiele ins Aus, was zum Teil dem ungewohnten und kleineren Kunstrasenplatz geschuldet war. Türkisch Pfaffenhofen machte ordentlich Druck und hatte in den ersten drei Minuten durch Zorlu und Caglar gleich zwei gute Chancen. In der 20. Minute eroberten die Gastgeber im Zentrum den Ball, Geisenfelds linke Seite war völlig offen, genau da kam der Ball hin und Harun Caglar überwand Keeper Alexanderd Adamiok per Flachschuss zum verdienten 1:0. In der 28. Minute hätte Zorlu nachlegen müssen, schoss aber freistehend am langen Eck vorbei. Etwa ab der 35. Minute kam die Gäste etwas besser in die Partie und sorgten mit einigen Ecken für Gefahr. Vor einer dieser Ecken musste Torwart Velchev länger am Kopf behandelt werden, eventuell war er danach noch etwas neben sich, denn er faustete die folgende Ecke von Eyup Aslan zum 1:1 ins eigene Tor.

Nach dem Seitenwechsel war Geisenfeld wie verwandelt, die Pässe kamen nun präziser, die Zweikämpfe wurden gewonnen und man dominierte die folgenden Minuten klar. In der 57. Minute hatte Markus Renoth die Führung auf dem Fuß, zog aber etwas überhastet ab und zielte genau auf Velchev. In der 61. Minute setzte sich Julian Kund auf links durch, und seine flache Hereingabe versenkte der ansprintende Josef Amort zum 1:2, weil sich die Gastgeber in der Mitte nicht einig waren. Drei Minuten später gab es 20 Meter vor dem Tor Freistoß für Geisenfeld. Der Schuss von Bilal Rihani streifte die Mauer, kam als Bogenlampe in den Strafraum und Eyup Aslan schob den Ball zum 1:3 ins leere Tor. Türkisch reklamierte hier vehement auf Abseits, möglicherweise zurecht, doch der Treffer zählte. Dafür hatten die nun völlig konfusen Gastgeber zwei Minuten später Glück, als Josef Amort durch aggressives Nachsetzen im Strafraum den Ball eroberte und zu Fall gebracht wurde. Es wäre ein Elfmeter gewesen, es gab aber keinen. Das Spiel wurde nun hektischer und auch Regen und Wind nahmen enorm zu. Geisenfeld blieb am Drücker und hatte durch Rihani, Aslan und Renoth weitere Chancen. In der 81. Minute setzte sich Rihani überragend auf rechts durch, zog den Sprint an, legte den Ball in den Rückraum zu Gürpinar und der blieb cool - 1:4. Spiel gelaufen? Denkste! In der 86. Minute nahm ausgerechnet erneut der Ex-Geisenfelder Caglar nach einer Ecke einen abgewehrten Ball volley und traf genau ins Kreuzeck - ein Traumtor und nur noch 2:4. In der 90. Minute - drei Minuten Nachspielzeit waren angesagt - gab es fast an der Strafraumgrenze Freistoß für die Gastgeber und Harun Caglar machte sein drittes Tor. Der Ball schien nicht unhaltbar, war aber auf dem nassen Boden sehr undankbar für Keeper Adamiok. In der Nachspielzeit musste Geisenfeld zunächst zwei Freistöße überstehen, dann wurde Christian Feil an der gegnerischen Strafraumgrenze unterlaufen. Bilal Rihani nahm Maß und schoss den Freistoß flach an der Mauer vorbei zum 3:5 in den Kasten, was gleichzeitig der Schlusspunkt eines turbulenten Spiels war. Die Gastgeber sahen nach dem Spiel in Schiedsrichter Seidl den Schuldigen, doch der leitete eine schwierige Partie insgesamt gut und mit der nötigen Ruhe. Allen recht machen kann es ein Schiedsrichter bei einem solchen Spiel einfach nicht.

Der FC Geisenfeld beschließt ein schwieriges und von einigen Rückschlägen gezeichnetes Fußballjahr 2017 mit sensationellen 31 Punkten (nach 5 Spieltagen hatte man deren 5) und 6 Punkten Vorsprung - bei einer allerdings sehr zerpflückten Tabelle - als Tabellenführer. Es kann Weihnachten werden.

Matthias Gabler, 1. Vorstand FC Geisenfeld