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FC Nassenfels: Thomas Woßmann, Daniel Crusius, Markus Schreiner, Marco Ostermeier, Dominik Schlamp (57. Stefan Neumeier), Sebastian Crusius, Markus Lobmeier, Isidor Funk, Michael Donabauer, Johannes Wittmann, Josef Weidenhiller (66. Florian Donabauer); Trainer: Markus Schreiner Kader: Christoph Hollinger Tore: 1:0 Sebastian Crusius (5. / Josef Weidenhiller); 2:0 Josef Weidenhiller (14. / Daniel Crusius); 2:1 (18.); 2:2 (55.); 2:3 (89.) Vergebener Elfmeter: - / (Foulelfmeter, 90., gehalten von Thomas Woßmann) FC Nassenfels unterliegt zu Hause dem Tabellenletzten Türkisch SV Ingolstadt II Mit einer ebenso unnötigen wie unerwarteten 2:3 (2:1) - Heimniederlage musste sich der FC Nassenfels gegen das Tabellenschlusslicht Türkisch SV Ingolstadt II begnügen. Von seinem Stammpersonal hatte Spielertrainer Markus Schreiner lediglich auf Torwart Josef Wagner zu verzichten, für ihn stand Thomas Woßmann zwischen den Pfosten. Und die Partie begann so, wie es sich die FC-Zuschauer ausgemalt hatten: Nach einer Viertelstunde durften sie bereits das 2:0 bejubeln, der Sieg war gebucht und es ging eigentlich nur noch um die Höhe des Ergebnisses. Denn bereits in der fünften Spielminute legte Josef Weidenhiller den Ball für Sebastian Crusius ab. Der FC-Kapitän zog aus 18 Metern einfach mal ab und der Ball landete beileibe nicht unhaltbar zum 1:0 im Gästetor. Und auch der zweite ernst zu nehmende FC-Angriff saß: Daniel Crusius hatte den Ball auf seiner rechten Seite eigentlich schon verloren, setzte aber nach und passte das Leder nach innen, wo sich Josef Weidenhiller in Mittelstürmermanier durchsetze und den Ball aus der Kurzdistanz zum 2:0 über die Linie drückte (14.). Doch mit diesem Treffer hatten die Schuttertaler das Spiel offensichtlich dann tatsächlich abgehakt. Eine Nachlässigkeit in der Defensivarbeit ermöglichte den Gästen wenig später per Abstauber den Anschlusstreffer zum 1:2 und sie waren wieder im Spiel (18.). Mit Leidenschaft waren die Ingolstädter nun kämpferisch wie läuferisch aktiver, während sich die Nassenfelser immer wieder festrannten oder sich leichte Ballverluste leisteten. In der 35. Minute kamen die Gäste nach einem Freistoß aus 10 Metern zum Abschluss, Thomas Woßmann war jedoch auf dem Posten und hielt. Die einzige noch nennenswerte Offensivaktion des FCN vor dem Seitenwechsel war eine vergebene Kopfballchance von Josef Weidenhiller nach einer Ecke von Daniel Crusius. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es gleich einen unstrittigen Foulelfmeter für die Gäste. Doch dieser wurde schwach geschossen, so dass Thomas Woßmann den Ball sogar festhalten konnte (49.). Doch das entmutigte die Gäste keineswegs: Wenige Minuten später hatte ein SV-Spieler auf der verwaisten rechten Abwehrseite aus 12 Metern frei Schussbahn und schoss das Leder trocken zum 2:2 ins lange Eck (55.). Ohne tatsächlich die bessere Mannschaft zu sein, hatte Nassenfels im weiteren Verlauf der Begegnung gute Chancen, um wieder in Führung zu gehen. Zunächst starte Johannes Wittmann ein Solo durch die Gästeabwehr, schob den Ball aber frei vor dem Torwart am Ziel vorbei (65.). Danach passte Michael Donabauer nach einem Eckball in die Mitte, doch auch Marco Ostermeier konnte den Ball aus 6 Metern nicht im Gehäuse unterbringen (75.). Nach zwei weiteren Kopfballchancen von Markus Schreiner und Johannes Wittmann, sowie ein nicht geahndetes Foulspiel an Johannes Wittmann im Türkisch-Strafraum kam am Ende das, was kommen musste: Die FC-Mannschaft war zu weit aufgerückt, die Gäste starteten einen Konter und ihr Spielmacher konnte über die linke Angriffsseite alleine auf Thomas Woßmann zugehen und schob den Ball überlegt an diesem vorbei zum 2:3 für die Mannschaft des Türkisch SV (89.). Dem konnte der FCN nichts mehr entgegensetzen. Viel diskutiert war schon vor Spielbeginn die Ansetzung von Enes Vatankulu als Schiedsrichter gewesen, der bis vor zwei Jahren noch für den Gastverein gepfiffen hatte. Auch wenn diesem in der letzten halben Stunde in mancher Situation der Mut abhanden kam, der FC Nassenfels muss sich diese Niederlage einzig und allein selbst zuzuschreiben. Wenn man nach einer scheinbar sicheren Führung das Spiel durch Passivität und vermeidbare Fehler so abschenkt, dann muss man die Gründe für die diese nicht unverdiente Niederlage bei sich selbst suchen. St. Meyer, FCN |
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